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Wir basteln uns einen Garten

   Rhonda

Es ist immer wieder interessant, auf welche Wege einen die Macht leitet. Dass ich irgendwann mal Gefallen an einem Garten haben könnte, hätte ich mir nie träumen lassen. Und doch ist es so.

Begonnen hat alles während meiner Fastenkur im Jahre 2008. Ich war bei Friedborn im Südschwarzwald, um meinen "Rettungsring" loszuwerden und habe dort viel über mich und Ernährung gelernt und sogar Spaß am Wandern gefunden. Ganz nebenbei muss dort jemand bei mir den Reset-Knopf gedrückt haben, denn danach hat sich nicht nur mein Geschmack geändert, sondern ich fing auch an mich mit anderen Dingen zu beschäftigen und entdeckte hinter meiner Höhle einen Garten.

Nun habe ich von Garten und Pflanzen eigentlich absolut keine Ahnung. Was natürlich kein Grund ist, nicht trotzdem damit anzufangen. Ich beschaffte mir im Jahr 2009 ein paar Blumen- und Kräutersamen und legte eifrig los. Der Erfolg war unterschiedlich, es hat mir aber so viel Spaß gemacht zuzusehen wie alles wächst, dass ich mir im Jahr darauf, also 2010, ein kleines Gewächshaus zulegte. Nur ca. 1qm, aber für meine Zwecke mehr als ausreichend, denn ich wollte nun auch Zucchini pflanzen.

Und das wiederum hat mir nicht nur leckere Früchte sondern auch so viel Freude beschert, dass ich im darauffolgenden Jahr (2011) beschlossen habe, es auch mit Tomaten und Paprika zu probieren. Da ich dafür einen Unterstand oder ähnliches brauchte, bin ich nach einiger Stöberei auf den verrückten Gedanken gekommen, mir ein richtiges Gewächshaus zuzulegen.

Und nun, anno 2012, kam mir der Gedanke, auch anderen mitzuteilen, was ich so mache. Erfolge, Missgeschicke, Tips, eine kleine Kräuterkunde ... mal schauen, was die Macht so bereit hält.

Ein kleines Gedicht hab ich schon mal gefunden ...

Wenn ich in mein Gärtlein geh
und nach meinem Rotkohl seh
und in jene Ecke blicke
wo er ganz besonders dicke
(weil ich da vor 14 Tagen
meine Alte, erst erschlagen
und dann in den Garten karrte,
wo ich sie im Kohl verscharrte)
kommt mir immer in den Sinn
dass ich die Frau Nachbarin
auch schon lange nicht gesehn
und des Nachbarn Beete stehn
dieses Jahr so voll und prächtig,
dass ich denke: Höchst verdächtig!
Gedichtet von Uli Stein