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Ein paar allgemeine Hinweise für gesunde Ernährung

   Dexter Jettster

Wie ernährt man sich eigentlich gesund?

Genaugenommen ist es relativ einfach, sich gesund zu ernähren. Niemand muss dafür ein langes Studium auf sich nehmen oder haufenweise Bücher oder Zeitschriften lesen. Es genügt vollkommen, den eigenen Verstand einzuschalten.

Der Körper ist wie eine Maschine. Beides will gepflegt und gefüttert werden. Kippt man in einen Dieselmotor Benzin, dann weiß jeder, dass dem Motor das nicht gut bekommt. Beim Körper ist es das Gleiche. Kippt man die falsche Nahrung hinein, dann reagiert er mit Krankheiten.

Und wie erkennt man die richtige Nahrung?

Zunächst einmal gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Nahrungs- und Lebensmitteln. Ein Nahrungsmittel dient lediglich dem Sattwerden. Ein Lebensmittel dient dem Leben. In Lebensmitteln sind lebensnotwendige Vitamine, Mineralstoffe und andere Dinge, die unser Körper braucht, um gut funktionieren zu können. Und je weniger verändert ein Lebensmittel ist, desto wertvoller ist es für den Körper. Ein frischer Apfel ist gesund, sobald er jedoch verkocht wird, verliert er das meiste seiner wichtigen Inhaltsstoffe. Soweit wie möglich sollten Lebensmittel also roh und frisch verzehrt werden.

Und wo immer möglich, sollte auch auf Bioware zurückgegriffen werden, um die Belastung mit Pestiziden und anderen Giftstoffen zu reduzieren. Oder zumindest auf Ware aus der eigenen Region. Eine Bio-Tomate vom anderen Ende der Galaxis ist sicherlich weniger Bio als eine normale Tomate aus der eigenen Region. Auch der Umweltschutz sollte immer im Auge behalten werden.

Zu gesunder Ernährung gehört auch der Verzehr von Vollkornprodukten. Nicht nur, weil Vollkornbrot schmackhafter ist, es enthält auch lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe. Auch Kuchen und Kekse können ohne weiteres aus Vollkornmehl hergestellt werden. Der Geschmack ist intensiver und wird nicht vom Zucker dominiert.

Butter oder Margarine? Klare Antwort: Butter. Warum? Margarine enthält gehärtete Fette, die auch die stärksten Midi Chlorianer nur schwer abbauen können. Daher verwenden wir Margarine nur in Ausnahmefällen. Zum Einfetten oder weil sie sich leichter verarbeiten lässt. Butter enthält natürliches Fett und ist somit wesentlich gesünder. Allerdings auch davon nicht zuviel futtern. Ca. 20g pro Tag.

Fleischfresser - Vegetarier - Veganer Das ist hier die Frage ... eigentlich ist deine Spezies ja Vegetarier. Fleisch ist für euch daher eher eine zusätzliche Bereicherung, aber nicht lebensnotwendig. Bei unseren Gourmet-Rezepten findest du natürlich auch Fleischgerichte. Als Vegetarier kannst du teilweise jedoch das Fleisch (z.B. Hackfleisch) durch Sojaschnetzel oder Tofu ersetzen. Räuchertofu ist sehr delikat. Auch aus Grünkern, anderen Körnern, Reis oder Haferflocken lassen sich leckere Klopse zubereiten.

Lieber vegan? In den letzten Jahrzehnten hat eine interessante Entwicklung stattgefunden. Als manche Menschen anfingen, sich vegetarisch zu ernähren, wurden sie schnell als "Körnerfresser" verschrien und mitleidig beäugt. Nach diversen Lebensmittelskandalen fingen jedoch immer mehr Menschen an, sich vegetarisch zu ernähren, also ganz auf Fleisch und Fisch zu verzichten.

Mittlerweile zeichnet sich ein neuer Trend ab. Jetzt soll man sich vegan ernähren, d.h. ganz auf tierische Produkte verzichten. Das ist sicher eine grundsätzlich gute Idee. Leider neigt der Homo Sapiens zum Extremen. Er übertreibt gern. Gesunde Ernährung hat nichts damit zu tun, ob man Fleisch ißt oder komplett auf tierische Produkte verzichtet. Entscheidend ist ein gesundes Mittelmaß. Fleisch nur ab und zu als etwas Besonderes und nur als Beilage. Viel Obst und Gemüse und zwischendurch gerne mal einen Tag ohne tierische Produkte einlegen. Das bringt Abwechslung auf den Tisch und die Freude am Essen zurück. Auch dafür hat sich jemand einen Namen einfallen lassen:

Flexitarier Mir gefällt dieses Wort nicht besonders. Mein Tip: Esse einfach bewusst und abwechslungsreich. Und vor allem nicht zu viel. Klasse statt Masse. Und das Essen nicht in sich hineinschaufeln, sondern bewusst langsam jeden Bissen genießen. Dann liegt das Essen auch nicht schwer im Magen, denn der kann große Brocken nicht verdauen.

Zum Schluss noch ein paar allgemeine Anmerkungen

Lebensmittel wegwerfen?: - NEIN !!! - Es gibt immer wieder Berichte über Lebensmittelverschwendung. In diesen Berichten heißt es oft, dass in den privaten Haushalten am meisten Lebensmittel weggeworfen werden, was ich persönlich jedoch kaum glauben kann. Wenn man bedenkt, dass etwa die Hälfte der Kartoffelernte schon bei der Ernte weggeworfen wird, nur weil nicht alle Knollen einer Industrienorm entsprechen, dann wird schnell klar, dass gerade die Industrie zu den größten Lebensmittelvernichtern gehört. Im privaten Haushalt jedoch ist es nur selten notwendig, Lebensmittel wegzuwerfen, solange nicht der Schimmel rauswächst. Trocken gewordenes Brot schmeckt lecker, wenn es getoastet wird. Vom Mittagessen übriggebliebenes kann auch am nächsten Tag noch einmal in der Pfanne aufgewärmt werden. Sogar verschiedene Reste passen oft gut zusammen. Aus verschiedenen Gemüseresten lässt sich ein wunderbarer Auflauf zaubern. Oder einfach alles in der Pfanne kurz anbraten, Nudeln dazu und würzen ... daraus werden tolle Gerichte.

Allergie? Ja, das greift immer mehr um sich. Wenn du gegen bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagierst, dann musst du wohl oder übel einen Bogen drumherum machen. Vieles lässt sich aber auch ersetzen. Zum Beispiel Ingwer gegen Galgant, was ähnlich schmeckt. Gibt es als Pulver. Wer Salzarm essen soll, kann Dill als Salzersatz verwenden. Grundsätzlich gilt aber, das selber Kochen immer gesünder und schmackhafter ist als Industriefutter.

Ofen vorheizen: Auch wenn es in den Rezepten meistens so steht, ist es normalerweise nicht notwendig, den Ofen vorzuheizen. Die Backzeiten variieren ohnehin von Ofen zu Ofen. Da musst du einfach testen. Die einzigen Ausnahmen, bei denen ich den Ofen vorheize, sind Brot und Brötchen.

Backbleche einfetten: Gerade für Backbleche gibt es mittlerweile gute Backfolien, die viele Jahre halten und immer wieder verwendet werden können. Das Einfetten erübrigt sich damit. Auch Backpapier eignet sich gut, kann jedoch nicht wiederverwendet werden.