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Aktuelle Petitionen zum Mitmachen

  

An dieser Stelle möchten wir dich auf ein paar aktuelle Petitionen aufmerksam machen, an denen du dich beteiligen kannst ... und solltest.

21. Februar 2016
Strafen für Regierungen, die im Interesse ihrer Bürger handeln?

Ein Bergbaukonzern klagt auf vier Milliarden Entschädigung, weil es ihm verboten wurde, die Umwelt zu vergiften. Der kanadische Minenbetreiber Gabriel Resources hat Klage gegen Rumänien erhoben. Das Unternehmen will den Gewinn einstreichen, den es vermeintlich gemacht hätte. Das rumänische Parlament hat es 2013 gewagt, sich gegen den Goldabbau mittels Cyanid zu entscheiden. Es wollte damit die Bevölkerung vor diesem extrem giftigen Salz schützen. Die rechtliche Grundlage für die Klage: Ein Investitionsschutzabkommen und ein privates Schiedsgericht.

Am Montag verhandelt die Europäische Kommission mit den USA wieder über Investitionsschutz und Schiedsgerichte. Die inzwischen 12. Verhandlungsrunde zu TTIP beginnt in Brüssel. Fast 3,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus Europa haben mit ihrer Stimme klar gemacht, dass sie dieses sogenannte Freihandelsabkommen nicht wollen.

Die privaten Schiedsgerichte sind schon heute Teil von bestehenden Abkommen zwischen zwei Staaten. Im Fall Rumänien kann sich das klagende Unternehmen ein Abkommen aussuchen. Es besteht eines zwischen Kanada und Rumänien, aber auch eines zwischen den Niederlanden und Rumänien. Falls nötig, eröffnet der Kläger halt eine Zweigstelle im Land mit dem unternehmerfreundlichsten Abkommen.

Wir wollen, dass Gerichte unabhängig sind. Die Europäische Richtervereinigung, der Deutsche Richterbund und unabhängige Experten sind sich einig: Die Schiedsgerichte sind abhängig, von Interessen geleitet und überhaupt nicht notwendig - es gibt Gerichte für alle Streitfälle. Gerichte, wie auch wir sie anrufen, wenn wir einen Rechtsstreit haben.

Schließen dich an: Verteidige unsere Demokratie gegen Konzerninteressen.

09. Februar 2016
Bargeldverbot stoppen!

Das Bargeldverbot droht: Lass dir nicht deine Konsumentenrechte nehmen und zu einer gläsernen Marionette des Finanzstaates machen. Stimme jetzt gegen eine klammheimliche Auflösung unserer bürgerlichen Freiheit!

Willst du wirklich zur gläsernen Marionette eines übermächtigen Überwachungsstaates werden??
Wenn nein, dann wehr dich jetzt gegen die Bargeld-Abschaffung und unterzeichne die Petition gegen das Bargeldverbot noch heute!

ES EILT! Denn: Auch im Bundesfinanzministerium wird bereits an Plänen gearbeitet!

Warum?
Ohne Bargeld ist die klammheimliche Auflösung unserer bürgerlichen Freiheiten so gut wie sicher. In Schweden wird Bargeld schon bewusst als „Blut in den Adern der Kriminalität“ gebrandmarkt.

Ohne Bargeld können die Zentralbanken die Sparer dazu zwingen ihr Geld in Konsum zu investieren. Auch eine Flucht vor Konten-Enteignungen ist ohne Bargeld nicht mehr möglich. Was wäre, wenn du nicht einmal mehr Gold und Silber anonym kaufen dürftest?

Deshalb: Lass dich nicht von Scheinargumenten wie Geldwäsche, Terrorbekämpfung, Steuerhinterziehung oder Drogengeschäften in die Irre führen.
Der Staat und die Konzerne wollen dich lediglich komplett überwachen. Welches Brötchen du wann bei welchem Bäcker kaufst; welche Klopapiersorte du bevorzugst und wie oft; welches Gemüse bei welchem Händler ... das ist Orwell's Welt ... Big Brother ist watching you ... !!!

09. Januar 2016
Das Pangolin bitte nicht essen!

Im Wald ist das Pangolin fast ausgestorben. In Vietnam und China werden die Tiere immer noch gegessen.

In abgelegenen Dörfern Asiens kommt es einem Lottogewinn gleich, wenn ein Einheimischer ein Pangolin aufstöbert, so selten sind die Tiere in manchen Regionen schon geworden.

Acht Pangolin-Arten gibt es in Asien und Afrika. Alle vier asiatische Arten stehen bereits auf der Roten Liste bedrohter Tiere, doch auch auf die Spezies in Afrika wächst der Druck.

Jagd und Schmuggel von Pangolinen sind ein lohnendes Geschäft. In chinesischen und vietnamesischen Restaurants werden Spitzenpreise bezahlt.

Es werden zwar immer wieder Kriminelle festgenommen, die Hunderte lebende Tiere oder tonnenweise Pangolin-Schuppen schmuggeln, die Dunkelziffer dürfte jedoch sehr hoch sein.

Der Kampf gegen die Jagd muss verstärkt werden, gleichzeitig muss der Markt ausgetrocknet werden. Die Regierungen in China und Vietnam könnten durch strengere Gesetze und Kontrollen etwas für das Überleben der Pangolin tun. Appellieren Sie an die Politiker, nicht länger tatenlos zuzuschauen, wie die Pangolin ausgerottet werden.

02. Januar 2016
Rettet die Orang-Utans! Stoppt Palmöl!

Die Palmölplantagen der Firma Bumitama Gunajaya Agro (BGA) auf Borneo bedrohen das Überleben der Orang-Utans. Bitte fordere den Stopp der Regenwald-Abholzungen und Palmöl-Importe

Vernichtete Regenwälder, verwaiste Nasenaffen und halbverhungerte Orang-Utans – die indonesische Palmölfirma Bumitama Gunajaya Agro (BGA) hinterlässt auf Borneo eine Spur der Verwüstung. In der Provinz Westkalimantan holzten sie entgegen der Standards des „Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl“ (RSPO) ein wertvolles Regenwaldhabitat der geschützten Orang-Utans und Nasenaffen ab.

Daraufhin reichten die Organisationen Friends of Borneo und International Animal Rescue Indonesia (IAR) im April 2013 eine offizielle Beschwerde beim „Roundtable on Sustainable Palmoil“ ein.

Mitte November 2015 erhielten "Rettet den Regenwald" dann einen Brief von BGA mit der Aufforderung, unsere Petition von der Webseite zu löschen. Die Probleme der Regenwaldzerstörung, die wir dort anprangern, seien gelöst, die Nachhaltigkeitsstandards des RSPO erfüllt, so das Argument. BGA wolle nun ,versuchen‘, die Dinge richtig zu machen. Die Stellungnahmen unserer Partner auf Borneo lassen uns daran zweifeln.

Denn BGA verstößt weiterhin gegen RSPO-Regeln – trotz des Versprechens, „die Dinge ab jetzt richtig zu machen“: Am 26.9.2015 hat auch die lokale Gruppe Link-AR Borneo zusammen mit den Einwohnern der Gemeinde Keklipor in Westkalimantan beim RSPO eine Beschwerde gegen das unrechtmäßige Vorgehen von BGA auf ihrem Land eingereicht.

Diese und viele andere Fälle zeigen: Das RSPO-Nachhaltigkeitssiegel ist reine Grünwäscherei. Es verhindert weder die Abholzung von Regenwäldern, den Verlust der Biodiversität noch die oft brutale Vertreibung der Bevölkerung von ihrem Land.

Die Palmöl-Firma BGA ist seit 2007 Mitglied beim Siegel für nachhaltiges Palmöl RSPO. Zu den Kunden des Palmöls von BGA gehören die Unternehmen IOI, Wilmar und Sinar Mas, die das Palmöl an europäische Lebensmittel- und Konsumgüterhersteller sowie Biodieselfirmen verkaufen. Auch die EU hat RSPO als Zertifizierungssystem für nachhaltig produzierten Biosprit anerkannt.

05. November 2015
Feuer Indonesien: Kein Palmöl auf Torf! Keine Plantage für PEAK!

Unvorstellbar! Indonesiens Torfwälder brennen, doch die Regierung hat der Firma Persada Era Agro Kencana (Pt PEAK) erlaubt, einen wertvollen Torfdom zu zerstören. Fordern Sie die Regierung auf, Pt PEAK die Genehmigung zu entziehen und sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert!

Feuer auf der Ölpalmplantage von PT PEAK in Katingan, Zentral-Kalimantan, vernichten mehr als 50 Hektar an Kohlenstoff reichen Torf. Die Firma hat nur eine einzige Wasserpumpe zur Brandbekämpfung. „Eine reine Formsache“, Reza Lubis, Ökologe bei Wetlands International, schaut verzweifelt über die brennende Fläche. „Pt PEAK behauptet, die Feuer seien in den Dörfern ausgebrochen. Diese Anschuldigung macht die Leute wütend.“

Emissionen von entwässerten Torfböden machen mehr als 50% der Treibhausgase Indonesiens aus. Statt Waldbränden und Rauch vorzubeugen und ihren Verpflichtungen zur Reduktion der Treibhausgase nachzukommen, hat die Regierung weiterhin zerstörerische Plantagen auf Torfböden genehmigt.

Präsident Joko Widodo hat das brennende Kalimantan besucht und den Rauch selbst erlebt. Mitte Oktober kletterte der Luftverschmutzungsindex auf Werte höher als 3000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, das Zehnfache des Gefahrenwertes. Die meisten Staubpartikel stammen aus Torfböden.

Torfböden sind unter einem Moratorium seit 2011 geschützt. Wie aber konnte Pt PEAK 2013 eine Genehmigung bekommen? Wer hat die Moratoriumkarte geändert, auf der die geschützten Torfböden eingezeichnet sind? Der betreffende Torfdom gehört zu den letzten großen Torfdomen in Westindonesien und ist für die Biodiversität, auch für die Orang Utans, von hoher Bedeutung. Hier sind riesige Mengen Kohlenstoff gebunden, äußerst wichtig für das globale Klima, die Wasserspeicherung und die Existenz der lokalen Bevölkerung.

Drängen Sie die indonesische Regierung, das Genehmigungssystem für Plantagen zu ändern, mit dem Umwelt-, Klima- und sozioökonomische Desaster legalisiert werden.

Fordern Sie von der Ministerin für Umwelt und Forsten, der Firma Persada Era Agro Kencana sofort die Lizenz zu entziehen.

29. Oktober 2015
Frau Merkel, retten Sie diese Wälder. Stoppen Sie Biodiesel!

In Indonesien ereignet sich eine der schlimmsten, von Menschen verursachten Naturkatastrophen unserer Zeit: Palmölfirmen verbrennen Millionen Hektar Regenwald – Menschen und Tiere sterben. „Alles wegen der Gier nach Palmöl – auch für Biodiesel“, klagt Nordin von Save our Borneo.

Viele Regenwälder stehen in Flammen, weil die Bundesregierung mit so genanntem Biosprit das Klima schützen will. 140.000 Tonnen Palmöl gingen letztes Jahr in Deutschland in die Produktion von Biodiesel – das entspricht 500 Quadratkilometer Palmölplantagen. EU-weit verbrennen alljährlich rund zwei Millionen Tonnen Palmöl in Autotanks. Der Pflanzendiesel wird dem fossilen Diesel zugesetzt, so schreiben es deutsche und EU-Gesetze vor. Der Europäische Rat hat im Juli beschlossen, dem fossilen Kraftstoff 7 Prozent Bioenergie beizumischen – also den Anteil aus Pflanzenenergie noch zu steigern: Heute enthält jede Tankfüllung durchschnittlich fünf Prozent Biosprit.

Für den Anbau von Ölpalmen gehen in Indonesien, dem weltgrößten Palmöl-Exporteur, die Regen- und Torfwälder in Flammen auf. Bis Anfang Oktober wurden auf Borneo und Sumatra 17.000 Quadratkilometer vernichtet. Die Konzerne bereiten durch die illegale Brandrodung weitere Plantagen vor – das ist billiger als maschinelle Rodung. „Jedes Jahr brennen unsere Wälder, und jedes Jahr wird es schlimmer“, sagt Nordin von unserer Partnerorganisation Save our Borneo. Mindestens 25 Millionen Menschen leben seit mehr als drei Monaten in einer Hölle aus Feuer und Rauch.

Besonders dramatisch ist die Lage in der Provinz Zentralkalimantan auf Borneo, der Heimat von Nordin. Dort lag die Konzentration der Schadstoffpartikel in der Luft an manchen Tagen 90 mal höher als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen – das bedeutet Lebensgefahr!

Die Umsetzung der EU-Biospritreform erfolgt in Deutschland auf dem Verordnungsweg. Bundeskanzlerin Merkel hat es also in der Hand, die fatale Biospritpolitik zu beenden. Sie soll auch die Regierunschefs der anderen EU-Länder davon überzeugen, dass Biosprit den Menschen, der Natur und dem Klima schadet.

25. Oktober 2015
Bienengifte endgültig verbieten

Die Chemieindustrie führt einen Giftkrieg gegen die Natur. Die Stoffgruppe der Neonikotinoide sind die gefährlichsten Pestizide, die der Mensch je geschaffen hat. Mit den Nervengiften werden in der Landwirtschaft neben sogenannten Schädlingen auch unzählige nützliche Insekten wie Bienen vernichtet.

Die Chemiekonzerne BASF, Bayer, Dow und Syngenta erzeugen für die Landwirtschaft hochgefährliche Nervengifte. Die Stoffgruppe der Neonikotinoide vernichtet alle Insekten einschließlich Honigbienen und Hummeln. Auch Monsanto und Dupond sollen Samenkörner verkaufen, die damit behandelt sind.

Die Pestizide töten nicht nur auf den Äckern. An Staubpartikeln anhaftende winzige Giftmengen reichen aus, um mit dem Wind die tödliche Wirkung der Nervengifte in der Landschaft zu verteilen. So geschehen im April 2008 im Rheintal. Die Aussaat von Maiskörnern, die mit Neonikotinoiden gebeizt waren, führte zu einem massiven Bienensterben.

Aufgrund des Bienensterbens in Europa hat die EU Kommission schließlich 2013 den Einsatz der Neonikotinoide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid sowie der Substanz Fipronil stark eingeschränkt – mit einer Frist von zwei Jahren. Die Chemiekonzerne BASF, Bayer und Syngenta haben dagegen vor dem Europäischen Gerichtshof drei Klagen angestrengt.

Der Konzern Dow Chemicals hat das neue hochgiftige Insektizid Sulfoxaflor entwickelt. Es ist wie die Neonikotinoide ein Nervengift. Trotzdem genehmigte die EU-Kommission im Juli 2015 den Einsatz von Sulfoxaflor.

In den USA feiern Bienenhalter und Umweltschützer dagegen einen großen juristischen Erfolg. Im September 2015 hat ein Berufungsgericht in Kalifornien ihnen Recht gegeben und den Einsatz von Sulfoxaflor verboten. Die US-Umweltbehörde EPA hätte nach Ansicht der Richter die Substanz nicht zulassen dürfen, weil sie auch für Bienen hochgefährlich sei und die vorgelegten Studien nicht den Schutz der Bienenvölker belegen konnten.

Bitte fordern Sie Politik und Justiz in Europa auf, die Neonikotinoide und andere Nervengifte wie Fipronil und Sulfoxaflor in der EU endgültig zu verbieten.

12. Oktober 2015
Den Wald der Nasenaffen retten!

In Malaysia vernichtet die Firma BLD 14.000 Hektar Torfwald, um Palmöl zu produzieren. Bewohner der Region werfen der Firma sogar vor, ihnen das Land illegal wegzunehmen. Umweltschützer aus Sarawak fordern vom Chief Minister des Bundesstaates, BLD zu stoppen.

„BLD zerstört im großen Stil besonders tiefgründigen Torfwald - die Auswirkungen auf die Umwelt von Sarawak sind verheerend“, warnt Upreshpal Singh von der Organisation „Friends of the Orangutans“. Denn die Wälder der Region sind der Lebensraum von Nasenaffen, seltenen Vögeln und einer Fledermausart, die nur dort vorkommt.

Allein der Wald des Konzessionsgebiets von BLD in der Provinz Sibu speichert 37 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Beim Kahlschlag gelangen sie in die Atmosphäre und tragen zum Klimawandel bei. Wissenschaftler von Wetlands International warnen, dass die Vernichtung von Torfwäldern zu schweren Überflutungen führt. Die Warnung erstreckt sich auch auf die Region, in der BLD rodet.

Mit Satellitenbildern belegt „Friends of the Orangutans“, dass BLD in der Provinz Sibu bereits Torfwald vernichtet und die Flächen mit Ölpalmen überzogen hat. Innerhalb der kommenden beiden Jahre will die Firma offenbar auch den Rest seiner Konzession kahlschlagen. Torfwälder speichern große Mengen Kohlendioxid

Die Zahlen sind erschreckend: Auf 28.000 Hektar hat BLD schon Ölpalmen gepflanzt. Dafür hat die Firma auch 6.000 Hektar Torfwald vernichtet. Jetzt sollen auf weiteren 14.000 Hektar Bäume fallen.

Matek Geram von der Menschenrechtsorganisation SADIA (Sarawak Dayak Iban Association) erhebt schwere Vorwürfe. „Die Menschen leben seit Jahrhunderten auf diesem Land“, sagt er: „BLD hat die Flächen unrechtmäßig gerodet.“ Er will das mit GPS-Daten belegen.

Upreshpal Singh und Matek Geram fordern von Sarawaks Chief Minister, dass er die Rodungsarbeiten von BLD stoppt. Bitte unterstützen Sie diese Forderung, um den Torfwald Sarawaks zu erhalten.

07. Oktober 2015
Die Schweiz verhandelt mit Indonesien und Malaysia über ein "Freihandelsabkommen"

Palmöl spielt dabei eine wichtige Rolle. Die beiden südostasiatischen Länder sind weltweit die größten Exporteure des tropischen Pflanzenöls – und die größten Regenwaldabholzer. Bitte helfen Sie den Freihandel mit Palmöl zu stoppen.

Indonesien und Malaysia sind mit großem Abstand die Hauptproduzenten von Palmöl. 85 Prozent des rund um den Globus gehandelten Palmöls stammt von dort – insgesamt 55 Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr. Nun wollen die Palmölkonzerne und deren Kunden auch den Schweizer Markt mit dem billigen Öl überfluten – auf Kosten des heimischen Rapsanbaus und der Regenwälder Südostasiens. Allein der Schweizer Nestle-Konzern verbraucht 445.000 Tonnen Palmöl pro Jahr.

Schon jetzt sprießen Ölpalmen in Indonesien und Malaysia auf einer Fläche fast fünfmal so groß wie die Schweiz. Und bis 2025 soll sich laut dem indonesischen Landwirtschaftsministerium die Fläche auf 26 Mio. Hektar verdoppeln. Um Platz für immer neue Ölpalmplantagen zu schaffen, werden die Regenwälder abgeholzt und die Einwohner vertrieben. Derzeit stehen in Indonesien Tausende Hektar Regenwald in Flammen. Die Menschen ersticken im dichten Qualm, der ganze Regionen bedeckt.

Die Schweizer Entwicklungsorganisation Bruno Manser Fonds und die Bauerngewerkschaft Uniterre kritisieren das geplante Freihandelsabkommen. Auch die Schweizer Politiker sind sich der Probleme bewusst: Beim aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen der Schweiz, Indonesien und Malaysia sei Palmöl der sensibelste Verhandlungspunkt, antwortet der Bundesrat auf die Anfrage von Mitgliedern des Schweizer Bundesparlaments.

Doch Verantwortung übernehmen will der Bundesrat offenbar nicht. Er setzt auf Ausreden und Industrielabel: „Mit der Umsetzung des Aktionsplans Grüne Wirtschaft soll im Rahmen von freiwilligen Zielvereinbarungen die Nachfrage nach Palmöl gesteigert werden, das gemäß den Kriterien des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) angebaut wird", schreibt der Bundesrat.

Bitte erteilen sie dem Freihandelsabkommen, Etikettenschwindel und der Verbrauchertäuschung eine Absage.

04. Oktober 2015
Nestlé soll ganz auf Palmöl verzichtenl

Jede Minute wird eine Fläche von 35 Fußballfeldern tropischer Regenwälder vernichtet, und einer der größten Verursacher ist die Palmölindustrie. Eingesetzt wird Palmöl unter anderem für Schokoriegel. Nestlé behauptet, nur nachhaltiges Palmöl zu verwenden. Doch die Zertifizierung ist nachgewiesenermaßen ein Etikettenschwindel. Fordere Nestlé auf, vollständig auf Palmöl zu verzichten.

Der Biss in den Schoko-Snack KitKat von Nestlé hat für die Regenwälder fatale Folgen. KitKat enthält Palmöl, für dessen Produktion Nestles Lieferanten wie Sime Darby, Wilmar, Cargill, Golden Agri Resources (GAR) und Oleo-Fats in Indonesien, Malaysia und auf den Philippinen die Regenwälder gerodet haben. Der Lebensraum von Tieren und Menschen wird zerstört, Bauern von ihrem Land vertrieben. Allein in Indonesien wurden nach Angaben von Global Forest Watch zwischen 2001 und 2013 fast 17 Millionen Hektar Regenwälder abgeholzt.

Angetrieben wird die Abholzung durch die hohe Nachfrage nach billigem Palmöl. Es wird mittlerweile fast überall eingesetzt: In Kosmetika, Reinigungsmitteln, Agrosprit und in Lebensmitteln. Nestlé hat seinen Verbrauch von Palmöl in den letzten Jahren auf 445.000 Tonnen verdreifacht! Die Folgen für den Regenwald sind katastrophal. Jetzt gelobt Nestlé Besserung und möchte nur noch zertifiziertes Palmöl einsetzen.

Doch das darf nicht akzeptiert werden! Die Zertifizierung von Palmöl und der Verweis auf eine angeblich nachhaltige Produktion sind ein Trugschluss. Rettet den Regenwald und andere Umweltorganisationen haben in der Vergangenheit mehrfach aufgezeigt, dass eine Zertifizierung keinen effektiven Schutz des Regenwaldes gewährleistet. Die Kriterien des RSPO für den nachhaltigen Anbau von Palmöl sind nicht nur völlig unzureichend, sie werden sogar von den eigenen Mitgliedern nicht eingehalten. Die industrielle Produktion von Palmöl – auch eine zertifizierte – hat die Zerstörung des Regenwaldes zur Folge.

Schokoriegel können auch ohne Palmöl hergestellt werden. Rettet den Regenwald fordert Nestlé dazu auf, in Zukunft auf Palmöl zu verzichten. Unterstütze die Regenwaldkämpfer auf Borneo und nehme an der Online-Protestaktion von Rettet den Regenwald teil!

20. September 2015
Indonesien brennt – auch für unser Palmöl

„Unsere Wälder brennen wie nie zuvor, unsere Kinder sterben, Menschen und Tiere fliehen vor den Feuern, die Vögel fallen vom Himmel.“ Die Brandstifter, so Nordin von unserer Partnerorganisation Save our Borneo, sind vor allem Palmöl- und Holzkonzerne. „Die Regierung muss diese Firmen stilllegen.“

Schwarzer Rauch macht das Atmen zur Qual. Die Behörden auf Borneo und Sumatra melden höchste Gefahrenstufe.

„Die 9-jährige Intan ist am 15. September auf dem Schulweg zusammengebrochen und noch auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben“, berichtet Nordin aus Zentral-Kalimantan auf Borneo. „Sie war an den Rauchpartikeln aus den Feuern erstickt, die seit Wochen unser Land vernichten.“ Intan ist nicht die Einzige, die sterben musste, weil Palmölkonzerne immer skrupelloser Feuer legen lassen. Brandrodung ist in Indonesien strikt verboten.

„Alles nur wegen der Gier nach Palmöl,“ so Nordin. „Immer mehr Palmöl für Biosprit, immer mehr Plantagen, immer mehr Feuer.“ Der Umweltaktivist spricht von einer nationalen Katastrophe, die die Menschen, Tiere und Regenwälder in seiner Heimat bedroht. Und auch das Weltklima.

Seit Wochen brennt es auch in Jambi auf Sumatra. Rettet den Regenwald-Partner Feri Irawan schlägt sich, ebenso wie Nordin, unter Lebensgefahr zu den Brandherden durch, um die Täter ausfindig zu machen und vor Gericht zu bringen. Zurzeit ermittelt die Polizei gegen mindestens zwei Dutzend Firmen, einige hohe Manager wurden verhaftet. Dazu gehört auch der Direktor der Palmölfirma RKK, die auf Sumatra 1.000 Hektar Torwald abgebrannt hat. Sie gehört dem Zigaretten-Konzern Gudang Garam.

„Wir fordern, dass nicht nur die Hersteller, sondern alle Konzerne, die indonesisches Palmöl zu Konsumgütern und Biosprit verarbeiten, endlich für die Verbrechen entlang ihrer gesamten Lieferkette haften“, so Feri Irawan. „Sie sind Mitverursacher der gewaltigen Feuer.“ Dazu gehören z.B. Unilever, Nestlé, Henkel und der finnische Staatskonzern Neste Oil, dessen Biosprit in europäischen Dieseltanks verbrennt.

Bitte unterschreibe unsere Petition an die indonesische Regierung.

11. September 2015
Starte deine eigene Petition

Schon mehr als 400.000 Menschen nutzen die neue Campact-Petitionsplattform WeAct. Sie starten Petitionen, unterstützen andere mit ihrer Unterschrift und verbreiten wichtige Themen im Netz. Was möchtest du verändern, welches Anliegen liegt dir am Herzen? WeAct hilft dir, den Wandel anzustoßen, den du dir wünschst.

WeAct ist Campact zum Selbermachen: Mit wenigen Klicks kann jede/r selbst eine Petition aufsetzen und im Netz verbreiten – und zwar nach hohen Datenschutzstandards und mit der Unterstützung von Campact. Petitionen, die auf große Zustimmung stoßen, empfehlen wir an andere Campact-Aktive weiter.

20. August 2015
Kein Landraub für Zucker

Konzerne aus Kambodscha verkaufen für Millionen Euro Zucker nach Europa. Für Plantagen haben 12.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Wälder werden vernichtet. Bitte verlange von der EU, keinen Zucker von geraubtem Land zu importieren.

Die Hütten standen lichterloh in Flammen, Frauen und Kinder weinten, doch die Soldaten des „Bataillon 313“ kannten keine Gnade. „Sie haben alles verbrannt, sogar den Reis auf den Feldern. Sie haben unsere Ha?user zersto?rt“, erza?hlt die Bäuerin Yoeung Kheung im Dokumentarfilm „Landraub“. Die Bewaffneten hätten Platz gemacht für Zuckerrohrplantagen der Firma „Phnom Penh Sugar“. Auf 20.000 Hektar breitet sie sich aus.

Die vertriebenen Dorfbewohner hausen nebenan in Hütten aus Bambus. Sie leben in Armut. „Wir haben kaum noch genug zu essen“, sagt die 85-ja?hrige Yiey Loeum. Für Zucker werden Menschenrechte verletzt

Für das Elend der Menschen in Kambodscha ist der Hunger Europas nach Zucker verantwortlich. Im Rahmen des Handelsabkommens „Everything but Arms“ verlangt die EU für Importe aus dem armen Land keinen Zoll. Das soll die Wirtschaft stärken und Armut bekämpfen. Das ist eine Einladung für Geschäftsleute, sich Land unter den Nagel zu reißen und es mit Plantagen zu überziehen.

2008 wurde in Kambodscha kein Zuckerrohr angebaut, jetzt sind es über 100.000 Hektar. Wälder und Schutzgebiete werden zerstört, für Tausende Kleinbauern und ihre Familien ist kein Platz mehr.

Dorfbewohnern bleibt oft keine Wahl, als auf den Plantagen zu schuften, für die sie ihre Parzellen verloren haben. Sie jäten Unkraut, schneiden Zuckerrohr und verdienen so 2,50 Euro Tageslohn. Sogar Kinder müssen arbeiten, damit die Familien überleben.

Seit Juni laufen Gespräche zwischen der EU und der kambodschanischen Regierung, Familien zu entschädigen. Das packt die Tragödie zwar noch nicht an der Wurzel, zeigt aber, dass die EU die Fehler erkannt hat.

Bitte fordere von der EU, das Handeslabkommen zu überarbeiten. Es darf kein Zucker aus Kambodscha importiert werden, solange dafür Einheimische von ihrem Land vertrieben werden.

14. August 2015
Transatlantisches Abkommen - Vorsicht, lebendes TTIP!

Würdest du einen Vertrag unterschreiben, der im Nachhinein jederzeit ohne dein Einverständnis verändert werden kann? Wohl kaum. Doch mit TTIP will Bundeskanzlerin Merkel genau solch einen Vertrag für uns alle abschließen.

Das geplante Handelsabkommen mit den USA soll nämlich ein sogenanntes „lebendiges Abkommen“ werden. Das heißt: Die Inhalte können nach Abschluss der Verhandlungen ergänzt und verändert werden. So droht TTIP zur sprichwörtlichen „Katze im Sack“ zu werden. Wie ein internes Dokument zeigt, ist sich die Bundesregierung dieser Gefahr durchaus bewusst. Doch nach außen hin wiegelt sie weiter ab.

Damit werden wir sie nicht durchkommen lassen: Gemeinsam organisiert das Umweltinstitut eine kraftvolle Großdemonstration in Berlin! Mit deiner Hilfe wollen wir der Politik am 10. Oktober zeigen, dass TTIP und CETA nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen sind.

11. August 2015
Elefantenmord stoppen!
Chinesische Elfenbein-Schmuggler sind verantwortlich für den Tod Tausender Elefanten in Afrika. Jetzt hat China angekündigt, den Handel innerhalb des Landes zu verbieten. Präsident Xi Jinping muss das Verbot sofort umsetzen, um den Schmuggel und das Töten zu beenden.

Die Regierung hat leider nicht gesagt, wann das Verbot in Kraft tritt. Schmuggler könnten deshalb noch möglichst viel Elfenbein ins Land schaffen, um es für „legal“ zu deklarieren und zu verkaufen. Es würden noch mehr Tiere gewildert. Jeder Tag ohne Verbot bedeutet für viele Tiere den Tod.

In Asien explodiert die Nachfrage nach Elfenbein. Viele Käufer sehen darin eine Wertanlage und spekulieren auf steigende Preise.

China ist stark in den Elfenbeinhandel verstrickt. Als Präsident Xi Jinping 2013 Tansania besuchte, sei Schmuggelware im Diplomatengepäck transportiert worden. Das schreibt die Environmental Investigation Agency (EIA).

In Tansania hat die Wilderei dramatische Ausmaße angenommen. Allein 2013 sind mehr als 10.000 Elefanten illegal getötet worden – 30 Tiere am Tag. Im Selous Wildreservat, das zum Unesco-Welterbe zählt, ist die Population von rund 70.000 auf 13.000 eingebrochen.

Um das Töten von Elefanten zu beenden, müssen die Absatzmärkte für Elfenbein ausgetrocknet werden. Das angekündigte Verbot in China ist ein erster Schritt.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping muss das Verbot sofort umsetzen, um den Schmuggel und die Wilderei zu beenden.

6. August 2015
Plantagen sind kein Wald!
Wälder sind voller Leben, Heimat ungezählter Tiere und Pflanzen, Lebensraum von Millionen Menschen - Plantagen sind nichts davon, sondern grüne Wüsten. Trotzdem reden die Vereinten Nationen solche Monokulturen als Wälder schön. Sie öffnen damit der Zerstörung der Natur Tür und Tor. Sagen Sie der UNO: Plantagen sind keine Wälder.

Die Sicht der UN-Welternährungsorganisation FAO auf Wälder wird seit langem von einem fundamentalen Fehler getrübt: Sie definiert Wälder schlicht als Baumbedeckung.

Regenwälder werden abgeholzt und durch Kautschukplantagen ersetzt, gemäßigte und subtropische Wälder mit hoher Artenvielfalt werden gefällt, um den Weg für sterile Kiefern- oder Eukalyptusplantagen frei zu machen – nach der Definition der FAO gilt das nicht als Waldverlust (no net deforestation). Wenn Grasland zerstört oder das Land von Kleinbauern geraubt und umgepflügt wird, um industrielle Baummonokulturen anzupflanzen, nennt die FAO das Aufforstung (afforestation).

Die Weigerung der FAO zu akzeptieren, dass Wälder durch ihre biologische, soziale, kulturelle und spirituelle Vielfalt definiert werden, fördert daher die Ausdehnung von großangelegten Baumplantagen zum Nachteil örtlicher Gemeinschaften, echter Wälder und anderer Ökosysteme. Selbst Plantagen gentechnisch veränderter Eukalypten werden fälschlicherweise „Wälder“ genannt.

Die FAO verfolgt damit falsche Lösungen gegen den Klimawandel, indem Wälder einzig als Kohlenstoffspeicher betrachtet werden. Diese fehlerhafte Definition wird seit langem von vielen Nichtregierungsorganisationen, sozialen Bewegungen und Wissenschaftlern angeprangert.

Im September veranstaltet die FAO in Durban den Weltforstkongress, der von der profit-orientierten Holzindustrie beherrscht wird. Zeitgleich findet der Gegenkongress „Civil Society Alternative Program“ statt. Gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen aus aller Welt erhebt Rettet den Regenwald dort die Stimme gegen die wahren Gründe für Waldvernichtung und die Verantwortlichen.

Bitte unterstützen Sie diese Petition, die wir dem Weltforstkongress der Vereinten Nationen übergeben werden.

29. Juli 2015
Afrikas berühmter Löwe totgequält
Jagdtouristen töten in Afrika Tausende gefährdeter Tiere. Die USA und EU erlauben die Einfuhr von Trophäen wie Köpfe, Felle und Zähne. Bitte fordere von US-Präsident Obama und Kommissionspräsident Juncker, die Einfuhr solcher Jagdbeute zum Schutz der Tiere zu stoppen. Damit die Trophäenjagd ein Ende hat.

Im Juli hat der US-amerikanische Großwildjäger Walter Palmer in Simbabwe den berühmten Löwen Cecil getötet. Zwei Helfer lockten das Tier aus dem Hwange Nationalpark. Mit Pfeil und Bogen verletzte Palmer die Raubkarte zunächst schwer. Es gelang ihm jedoch erst 40 Stunden später, Cecil mit dem Gewehr zu erlegen. Der Kadaver wurde ohne Kopf und Fell gefunden. Tierschützer fürchten, dass auch Cecils sechs Nachkommen sterben werden, da das neue Alphamännchen sie verstoßen wird.

Walter Palmer soll 50.000 Euro für die Jagd bezahlt haben. Er behauptet, der Abschuss sei legal gewesen. Man habe ihm versichert, dass alle nötigen Genehmigungen vorlägen. Seine beiden Helfer wurden allerdings in Simbabwe festgenommen und wegen Wilderei angeklagt. Der Jäger selbst wurde bisher weder in Afrika noch in den USA strafrechtlich belangt.

Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft Afrikanische Löwen lediglich als gefährdet (vulnerable) ein, obwohl ihre Population auf höchstens 32.000 Exemplare eingebrochen ist. In Westafrika gilt er als vom Aussterben bedroht (critically endangered). Die Tiere verlieren ihren Lebensraum, finden zu wenig Beute und werden von Viehhirten getötet. Außerdem dezimiert die Trophäenjagd die Bestände.

In vielen Ländern Afrikas blüht der Jagdtourismus. Löwen werden sogar extra gezüchtet, damit Jäger die Tiere schießen können.

Die EU und die USA befeuern die Jagd, da die Einfuhr von Trophäen vieler gefährdeter und bedrohter Arten erlaubt ist. Jedes Jahr bringen Jäger 200 Löwentrophäen „zum persönlichen Gebrauch“ vor allem nach Deutschland, Frankreich und Spanien, 300 gelangen in die USA.

itte fordere von US-Präsident Obama und EU-Kommissionspräsident Juncker, die Einfuhr von Trophäen aller gefährdeter Tierarten ausnahmslos zu verbieten. Die Trophäenjagd muss ein Ende haben.

17. Juli 2015
Auf Kosten des Regenwaldes: Die blutigen Holz-Importe in die EU
Wunderschöner Regenwald bedeckt weite Teile der Zentralafrikanischen Republik. Doch der Wald ist durch Abholzung und Bürgerkrieg bedroht. Europa finanziert durch illegalen Holzhandel die brutalen Milizen. Die EU muss jeden Holzhandel mit dem Land sofort beenden.

Die Zentralafrikanische Republik ist ein bitterarmes Land am Rande des Kongobeckens, einem der größten Regenwaldgebiete der Erde. Bodenschätze wie Diamanten haben nur Elend gebracht.

Bewaffnete Gruppen terrorisieren die Bevölkerung. Hunderttausende Menschen sind seit 2013 auf der Flucht, 5.000 haben ihr Leben gewaltsam verloren. Der Staat ist zerrüttet.

Die Menschenrechtsorganisation Global Witness wirft europäischen Unternehmen vor, trotzdem von dort Holz zu importieren und damit Milizen zu finanzieren. Demnach haben die Firmen 2013 an Bewaffnete 3,4 Millionen Euro bezahlt, 2014 waren es 127.000 Euro. Bis heute verlangen Milizionäre an Checkpoints Geld und fordern Bezahlung für bewaffnete Eskorten. Insbesondere in den Wäldern im Südwesten unterdrücken sie die Menschen, morden und vergewaltigen.

Skrupellosen Holzhändlern ist das egal. In einem von Global Witness heimlich gedrehten Video sagt eine Vertreterin der französischen Firma Tropica-Bois: „Das ist Afrika. Krieg ist so alltäglich, dass wir ihn gar nicht beachten.“

Deutschland und Frankreich sind besonders stark in den blutigen Holzhandel verstrickt: 32 Prozent der Exporte gehen in die Bundesrepublik, 20 Prozent nach Frankreich. Besonders intensive Kontakte nach Zentralafrika pflegte die Hamburger Firma Johann D. Voss, bis sie 2014 aufgelöst wurde. Der Ex-Geschäftsführer bestreitet die Vorwürfe, ebenso Tropica-Bois. Global Witness ist sicher, dass weitere Firmen involviert sind.

Die EU ist mit ihrer Politik, kein illegales Holz zu importieren, gescheitert.

Die Mindestforderung an die EU und die Bundesregierung ist, kein Holz mehr aus der Zentralafrikanischen Republik zu importieren. Außerdem müssen die EU-Holzhandelsverordnung und das deutsche Holzhandelssicherungsgesetz verschärft werden.

10. Juli 2015
Kein Abholzen für Rama, Knorr & Pfanni
Der Palmöl-Multi Wilmar zerstört in Nigeria besonders artenreichen Wald. Sogar in Schutzgebieten sollen mächtige Bäume fallen. Fordere von Unilever, dem Hersteller von Rama, Knorr und Pfanni, kein Palmöl mehr von Wilmar zu kaufen. Die Kleinbauern am Cross River sind wütend und verzweifelt. „Dadurch dass Wilmar uns das Land nimmt, erklärt man uns für tot“, sagt der Ortsvorsteher Aning Oja. Bisher konnten die Einheimischen auf ihrem Land so viel ernten, wie sie zum Überleben brauchen. Jetzt sind viele verarmt.

Bis zu 20.000 Menschen leiden in Nigeria unter dem Konzern Wilmar, schätzen Menschenrechtler. Die Firma habe die Einwohner nicht konsultiert und Versprechen gebrochen. Wilmar mache „das Leben der Menschen mit dem Bulldozer platt“, sagt Godwin Ojo von Environmental Rights Action. Die Organisation hat eine Studie mit Karten und Fotos über Wilmars Machenschaften in Nigeria geschrieben.

Satellitenbilder belegen, dass seit 2011 auf allen Flächen von Wilmar immer stärker gerodet wird. Der Konzern will offenbar sogar im Cross River Nationalpark und in der Ekinta Forest Reserve Plantagen anlegen.

Dabei sind die Wälder am Cross River ein Hotspot der Artenvielfalt. Schimpansen und Stummelaffen leben hier. Keine Primatenart Afrikas ist jedoch stärker gefährdet als der dort heimische Tiefland-Gorilla, von dem es nur noch 300 gibt.

Bewohner der Region berichten, dass Leoparden, Löwen und Landschildkröten bereits verschwunden sind. Jetzt könnten Antilopen, Stachelschweine und Kobras folgen. Auch Wissenschaftler schlagen Alarm: Die Ausweitung von Palmöl-Plantagen gefährdet das Überleben von Affen in den Ländern Afrikas.

Zwar will Wilmar das Palmöl aus Nigeria hauptsächlich in der Region verkaufen. Ein bedeutender Kunde von Wilmar ist allerdings Unilever, Hersteller von Rama, Knorr, Pfanni und anderen Konsumgütern. Wir machen daher beide Konzerne für Regenwaldvernichtung und Landraub verantwortlich. Bitte fordere, dass Unilever kein Palmöl mehr von Wilmar kauft und Wilmar alle Rodungen sofort stoppt.

27. Juni 2015
Vogelmärkte in Indonesien -> ein Bild des Grauens.
Die Vögel sitzen dicht gedrängt zu Tausenden in engsten Käfigen. Die Vogelmärkte in Indonesien sind ein Bild des Grauens. Der Vogelhandel ist ein unermesslicher Verlust für die Artenvielfalt, weil Vögel in der Natur die Samen von Bäumen verbreiten. Helft, den Handel zu stoppen.

Im Mai wurde ein Schmuggler festgenommen, der 23 Gelbwangenkakadus in Plastikflaschen transportiert hat. Die Hälfte der Vögel, von denen es weltweit nur noch 7.000 in Freiheit gibt, verendete qualvoll. „Die Methode mit den Wasserflaschen ist beim Schmuggel von solchen geschützten Vögeln häufig“, beklagt Richard Thomas von der Tierschutzorganisation Traffic.

Der Handel mit seltenen Vögeln, die in Indonesiens Wäldern gefangen werden, hat dramatische Züge angenommen. Ornithologen fürchten, dass die Jagd das Aussterben von Vogelarten beschleunigt. So werden auf dem Jatinegara-Vogelmarkt in Jakarta Gelbmantelloris angeboten, die in Freiheit ausschließlich im Norden der Molukken leben und deren Bestand dort innerhalb von 25 Jahren um bis zu 50 Prozent eingebrochen ist.

In Indonesien sind besonders viele Vogelarten heimisch: Wissenschaftler haben 1.615 Spezies gezählt, von denen 419 nur dort vorkommen und nirgends sonst auf der Welt. Durch die Vernichtung der Regenwälder schrumpft ihr Lebensraum, die Jagd verschlimmert die Situation. Der Schaden ist unermesslich, da Vögel für die Fortpflanzung vieler Baumarten unverzichtbar sind.

Viele Indonesier halten wildlebende Vögel als Haustiere. Oft gelten sie als Statussymbol. Die Vogelfänger beliefern zwar vor allem den heimischen Markt in Indonesien. Der Handel ist jedoch auch international ein Riesengeschäft. Rettet den Regenwald fordert daher ein Handels- und Importverbot für wildlebende Vögel in Europa und weltweit.

Zwar ist es in Indonesien verboten, seltene Vögel zu fangen und zu verkaufen, das Verbot wird aber nicht konsequent durchgesetzt. Selbst Umweltministerin Siti Nurbaya beklagt, dass die Strafen zu lasch seien.

Bitte fordere Präsident Joko Widodo und die Regierung auf, die Jagd und den Handel von wildlebenden Vögeln zu unterbinden.

21. Juni 2015
Die Wälder Europas werden verheizt
In den Urwäldern der Karpaten leben noch Bären und Wölfe. Doch rücksichtslose Firmen lassen dort ganze Berghänge roden. Auch das Unternehmen Schweighofer soll Stämme zweifelhafter Herkunft verarbeiten. Teile des Holzes werden nach Deutschland verkauft. Rumäniens Umweltministerium muss den illegalen Einschlag stoppen.

In den Karpaten fällen Holzfirmen Bäume häufig illegal. Seit 1989 wurden 400.000 Hektar Wald ohne Genehmigung gerodet. Das Holz aus Rumänien wird zu Parkett, Laminat und Pellets verarbeitet und exportiert. „Einer der letzten Urwälder in Europa wird abgeholzt, um Häuser in Österreich und Deutschland zu heizen“, sagt Alexander von Bismarck, Chef der Environmental Investigation Agency (EIA).

Eine bedeutende Rolle bei der Vernichtung rumänischer Wälder spielt die Firma Holzindustrie Schweighofer aus Österreich. Das Unternehmen steht seit Wochen im Zentrum eines Skandals, bei dem es um manipulierte Lieferscheine, undurchsichtige Konzessionen und Schmiergeld geht. Ein Video der EIA belegt die Praktiken der Firma Schweighofer. Von Bismarck hatte sich als Holzhändler ausgegeben und mit Unternehmensvertretern verhandelt. Die Firma kaufe „absichtlich und bewusst“ illegal geschlagenes Holz, so der Umweltschützer.

Firmenchef Gerald Schweighofer sagt, die Videosequenzen seien aus dem Zusammenhang gerissen.

Unmissverständlich ist dagegen ein Brief, den er an Rumäniens Premierminister Victor Ponta geschrieben hat, um ein neues, restriktiveres Forstgesetz zu verhindern. Er droht zumindest indirekt, Rumänien vor einem internationalen Schiedsgericht zu verklagen.

Jetzt will Schweighofer in einem neuen Sägewerk in Reci noch mehr Holz verarbeiten. 150 Millionen Euro soll die Firma investiert haben. Der rumänische Umweltschützer Hans Hedrich hält das Werk für illegal, weil eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehle. Nach seiner Einschätzung bricht das „System Schweighofer“ zusammen, wenn das Werk dauerhaft stillgelegt würde: „Das wäre ein erster Schritt, die Wälder zu retten.“

Deshalb darf Rumäniens Umweltministerium keine Genehmigung für das Sägewerk in Reci erteilen und muss illegalen Holzhandel bekämpfen.

15. Juni 2015
Der Regenwald ist keine Fahrrinne
In Mittelamerika soll ein neuer Kanal Containerfrachtern und Öltankern den Weg bahnen. Die Wasserstraße soll die Rohstoffströme nach China erleichtern. Für die Menschen und Natur wäre das Projekt katastrophal: Es drohen Massenumsiedlungen, Regenwaldabholzung und die Zerstörung des Nicaraguasees.

Während Nicaraguas Präsident den Aufbruch des Landes in ein neues Zeitalter feiert, protestieren die Einwohner zu Tausenden. Nein zum Kanal, fordern sie. 280 Kilometer lang, bis zu 520 Meter breit und fast 30 Meter tief – viel größer als der Panamakanal soll die neue Wasserstraße zwischen Pazifik und Karibischem Meer werden. Gewaltige Schleusen, zwei Häfen, eine Freihandelszone und eine Ölpipeline gehören außerdem dazu.

Die geschätzten Baukosten sind mit 50 Milliarden US-Dollar gewaltig, die Auswirkungen für die Menschen und ihre Natur unabsehbar: Mindestens 100.000 Einwohnern drohen Enteignung und Zwangsumsiedlung. Milliarden Tonnen Erdreich müssen bewegt, 400.000 Hektar Regenwälder könnten abgeholzt werden. Sie sind der Lebensraum von Jaguaren, Mittelamerikanischen Tapiren und Geoffroy-Klammeraffen.

Der Nicaraguasee, das Süßwasserreservoir Mittelamerikas, soll auf 90 Kilometern ausgebaggert werden, um eine Fahrrinne für Öltanker und Containerriesen zu schaffen. Die einzigartige Tierwelt des Sees, darunter Buntbarsche und Haie, ist in Gefahr.

„Es gibt noch keine technischen Untersuchungen, keine Umweltstudien, nichts über die Finanzierbarkeit oder die Gewinnaussichten, also nicht die geringsten Voraussetzungen, um mit dem Projekt zu beginnen", erklärt Monica López, Anwältin für Umweltrecht.

Weitgehend ohne öffentliche Diskussion und Ausschreibung hat die Regierung dem chinesischen Geschäftsmann Wang Jing eine Konzession über 50 Jahre für Bau und Betrieb des Kanals übertragen. Wie dessen auf den Kaimaninseln registrierte Betreibergesellschaft HKND (Hong Kong Nicaragua Development) die Baukosten aufbringen will, ist völlig unklar. Fest steht: Der Kanal soll den Abtransport von Rohstoffen vor allem nach China erleichtern.

7. Juni 2015
Agroindustrie greift nach Papua
Indonesiens Präsident Joko Widodo hat bei seinem Amtsantritt 2014 versprochen, den Wald zu schützen und die Indigenenrechte zu achten. Doch nun will er in der Provinz Papua 1,2 Millionen Hektar Regenwald und das Land der Urbevölkerung für Agrarplantagen opfern.

9. Mai 2015: Großer Bahnhof in Merauke für Joko Widodo. Indonesiens Präsident war in den entlegensten Distrikt seines ausgedehnten Inselreiches gereist, um der Bevölkerung persönlich sein großes Projekt nahezubringen: In Merauke in der Provinz Papua sollen in den nächsten drei Jahren auf 1,2 Millionen Hektar Land Reisplantagen wachsen, bewirtschaftet mit modernster Technik der Agrarindustrie. „Merauke muss zur Reiskammer werden. Nicht nur für Indonesien, sondern für die ganze Welt“, sagte Widodo und schwärmte: „Hier haben wir Millionen von Hektar zur Verfügung!“ Mittelfristig, so der Präsident, seien sogar 4,6 Millionen Hektar Reisplantagen denkbar.

Was er nicht sagte: Damit würde ganz Merauke in Reisfeldern versinken. Das wäre das Aus für dieses einzigartige Ökosystem aus Regen- und Trockenwäldern, Sumpfgebieten, Savannen und Mangroven. Und das Ende der traditionellen Kultur und Lebensweise der rund 70.000 indigenen Malind, die weit verstreut die Wälder bewohnen, Sagopalmen anbauen und kleine Felder bestellen.

„Wir leben vom Wald und vom Sago und nicht vom Reis“, sagt ein Dorfältester. „Unser Land abgeben, heißt Selbstmord begehen. Ohne Land sollten wir keine Kinder und Enkel haben, denn sie können nirgendwo leben.“

Die Familien der Malind sind aus gutem Grund durch die neuen Pläne alarmiert: In Merauke entsteht schon seit 2010 das Mega-Agrar-Projekt MIFEE, Merauke Integrated Food and Energy Estate. Mehr als eine Million Hektar – ein Viertel des Distrikts – gelangte innerhalb von nur vier bis fünf Jahren in die Hand von Agrar-Konzernen, die dort Ölpalmen, Zuckerrohr und Eukalyptus pflanzen.

Präsident Joko Widodo hat vor der Wahl versprochen, die Wälder zu schützen und die Indigenenrechte zu achten. Bitte ihn, sein Versprechen zu halten und Papuas einzigartige Naturlandschaften zu bewahren.

3. Juni 2015
Kampf gegen Plantagen
In Afrika und Asien blockieren Bauern Plantagen der Firma Socfin. Sie werfen dem Unternehmen Landraub für den Anbau von Ölpalmen vor. Die Einheimischen fordern, dass sich der Hauptaktionär, die französische Bolloré-Gruppe, für ihre Rechte und die Rückübertragung von Grundstücken einsetzt.

In Kamerun pflanzt Socfin auf 43.700 Hektar Ölpalmen und Kautschukbäume. 6.000 Landwirte haben ihre Parzellen verloren. „Dieses Land wurde uns gestohlen. Wir kommen, um es zurückzuholen“, sagt der Bauer Michel Essonga in Dibombari.

Socfins Hunger nach Land ist immens. 2014 wurden in mehreren Ländern Afrikas rund 116.000 Hektar mit Ölpalmen bepflanzt. Ein Plus von 8 Prozent innerhalb von einem Jahr! Hinzu kommen über 55.000 Hektar Kautschukplantagen.

„Die Bevölkerung ist empört“, sagt Emmanuel Elong, Präsident der International Alliance of Plantation Communities. Die Demonstranten hoffen auf Verhandlungen, manche fürchten jedoch, dass die Polizei den friedlichen Protest irgendwann gewaltsam beendet.

Socfin weist Vorwürfe zurück und nennt die Plantagen „Vorreiter des sozialen Fortschritts“. Die milliardenschwere Bolloré-Gruppe, die 39 Prozent der Anteile an Socfin hält, sagt den Bauern gegenüber, keinen Einfluss auf die Firma zu haben. Emmanuel Elong fühlt sich dadurch verhöhnt: „Die Bolloré-Gruppe streicht die Dividende ein und leugnet ihre Verantwortung.“

Die Kleinbauern fordern von Socfin und der Bolloré-Gruppe, zugesagte Entschädigungen zu zahlen, ihre Landrechte zu respektieren und Parzellen zurückzugeben. Die Menschen sind von ihrem Land abhängig.

9. Mai 2015
Stopt CETA! Stoppt Waldvernichtung für Öl!
Es ist das dreckigste Erdöl der Welt: Für Öl aus Teersand werden in Kanada riesige Wälder verwüstet und Flüsse vergiftet. Bald können Konzerne den Treibstoff ungehindert nach Europa exportieren, weil die EU das Freihandelsabkommen CETA ausgehandelt hat. Die Bundesregierung darf den Vertrag nicht unterschreiben.

Die Fördergebiete gleichen Mondlandschaften. Wo einst Nadelwälder wuchsen und Feuchtgebiete lagen, ist die Erde verwüstet. 600 Pflanzenarten und 300 Tierarten lebten dort vor dem Kahlschlag. Jetzt fressen sich Bagger im Tagebau durch Kanadas Provinz Alberta, um Teersand – beschönigend auch Ölsand genannt – abzubauen. Gewaltige Mengen Wasser und Chemikalien sind nötig, um das Öl aus dem Sand zu extrahieren. Das giftige Abwasser wird in Becken gepumpt, die bereits 176 Quadratkilometer groß sind. Der Fluss Athabasca ist verseucht. Die Cree-Indianer am Unterlauf erkranken häufig an Krebs.

Teersand beschert Kanada die zweitgrößten Erdölreserven der Welt. Derzeit gelangen allerdings täglich nur 4.000 Barrel Öl aus Teersand nach Europa. 2020 sollen es nach Plänen der Industrie 700.000 Barrel am Tag sein. Für den Klimaschutz wäre das verheerend, weil das Öl 23 Prozent mehr Treibhausgase freisetzt als herkömmliches.

CETA: Konzerne können Staaten verklagen

Das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada soll den Weg für Öl aus Teersand auf den hiesigen Markt freimachen. Nach dem Vertrag können Konzerne Staaten verklagen, wenn die ihnen durch scharfe Umweltgesetze das Geschäft erschweren. Bislang schottet die EU Europa vor Erdöl aus Teersand ab. Weil Milliardenklagen drohen, wird es eine Verschärfung, die seit 2011 auf Eis liegt, kaum geben.

Mit CETA können Konzerne viele Umweltgesetze aushebeln. Verbote von Genmais und Fracking wären kaum haltbar. Manager von Monsanto, Shell und Co dürften sich bereits die Hände reiben. CETA ist zudem eine Blaupause für das Handelsabkommen TTIP mit den USA.

Jetzt ist der Startschuss für die Ratifizierung des Handelsabkommens CETA fallen. Die Bundesregierung muss ihre Unterschrift verweigern.

6. Mai 2015
UN gegen Monsanto-Gift Roundup - Stopt den Import von Gen-Soja
Der Hauptbestandteil von Monsantos Totalherbizid Roundup sei "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen", warnen die Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Es geht dabei um das Gift Glyphosat. Monsantos Chemiker haben das Erbgut von Soja und Mais dagegen immun gemacht. Während die patentierten Bohnen die Besprühungen überstehen, stirbt die übrige Vegetation ab.

Weil sich die Plantagen bis zu den Siedlungen ausbreiten, werden die Menschen durch die versprühten Gifte krank oder sterben sogar. Auch Tiere, Böden, Flüsse und das Trinkwasser werden verseucht. Wissenschaftler bringen Monsantos Roundup mit dem weltweiten Amphibiensterben in Verbindung.

Doch die Natur wehrt sich. Auf den Genfeldern machen sich Wildkräuter und Insekten breit, die gegen Roundup resistent sind. Für Experten ist das keine Überraschung. Es ist die unausweichliche Folge eines perversen Systems, das gegen die Prinzipien der Natur arbeitet. Immer mehr und giftigere Chemikalien werden versprüht.

Jedes Jahr wird in Südamerika für Soja Tropenwald von der Fläche der Niederlande gerodet. Dabei haben die Monokulturen schon jetzt unvorstellbare Ausmaße erreicht: Auf 45 Millionen Hektar wachsen in Argentinien, Brasilien und Paraguay gentechnisch veränderte Sojabohnen und Mais von Monsanto aus den USA. Das ist die Fläche von Deutschland und Österreich zusammen.

In der Europäischen Union ist die große Mehrheit der Menschen gegen Gentechik in der Nahrung, trotzdem haben die meisten täglich damit zu tun. Unsere Hühner, Schweine und Rinder werden mit 35 Millionen Tonnen importiertem Soja gefüttert, hauptsächlich Gensoja von Monsanto.

Bitte unterschreib die Petition für den Importstop von Soja an die Bundesregierung und EU.